Die, die im 2. Weltkrieg Kinder und Jugendliche waren, hatten oft keine Möglichkeit, ihre schlimmen Erfahrungen mit Krieg/Flucht/Vertreibung zu benennen oder gar aufzuarbeiten. Vieles versank im Schweigen und hat unter der Oberfläche weitergewirkt. Man weiß inzwischen, dass belastende Erfahrungen/Traumata in die nächste Generation weitergegeben werden, wenn sie unverarbeitet geblieben sind.
Die Folge ist, dass viele Menschen der „Generation Kriegsenkel“ (zwischen 1950 und 1970 geboren) heute mit den Folgen der Verdrängungen zu kämpfen haben. Zusätzlich hat der vom Nationalsozialismus geforderte Erziehungsstil nachhaltig gewirkt.
Wir gehen an zwei Nachmittagen den Fragen nach:
• Was machen schlimme Erfahrungen mit Menschen? Was bedeutet Traumatisierung?
• Welche Lebensgefühle für die Folgegenerationen können daraus entstehen? (z. B. mangelndes Selbstwertgefühl, innere Leere, großer Leistungsdruck, …)
• Wie können wir unsere positiven Lebensenergien stärken?
• Was hilft uns, trotz allem ein gutes Leben zu haben?
„Die Eltern haben saure Trauben gegessen und den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden“, lesen wir in der Bibel. „Dies Sprichwort soll bei euch nicht mehr gelten!“, heißt es da auch (Ez. 18, 1-4). Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit ihr das Leben habt, und damit ihr es in Fülle habt.“ (Joh. 10,10). Das ist die Verheißung.
In Vortrag, Gespräch und Körperübungen wollen wir besser verstehen lernen und Wege finden, die alten Erfahrungen zu integrieren, um dieser Verheißung näher zu kommen.
Leitung: Ruth Hansen (Pfarrerin, Beratungsstelle der Diakonie Schwerte), Helga Henz-Gieselmann (Pfarrerin i. R., Seelsorgerin)
2x freitags:
Fr 30.10.2026
Fr 06.11.2026
jeweils 15.00 - 19.30 Uhr
Haus Landeskirchlicher Dienste
Olpe 35
44135 Dortmund
68,00 € (Kursgebühr, Getränke, Imbiss)
Ansprechpersonen:
Antje Rösener
Annegret Petersen
0231/5409-15
annegret.petersen@ev-bildung.de